Elbphilharmonie

In der Elbphilharmonie

Wer Hamburg besucht, der kommt an ihr nicht vorbei: an der Elbphilharmonie. Das neue Wahrzeichen Hamburgs liegt am Rand der Speicherstadt im Hamburger Hafen und zieht dort nicht nur die Blicke an, sondern bietet auch einen tollen Ausblick auf den Hafen. Dabei muss man nicht unbedingt ein Konzert in dem eindrucksvollen Gebäude besuchen. Die sogannente Plaza ist frei zugänglich – und lockt daher auch Unmengen an Touristen. Nichtsdestotrotz sollte man sich den Ausblick von dort oben nicht entgehen lassen.

Elbphilharmonie
Elbphilharmonie vom Hafen aus gesehen

Erste Pläne für ein neues Konzerthaus gabe es bereits 2001, konkreter wurde es Ende 2002, als der damalige Bürgermeister Ole von Beust den Bau einer „neuen Musikhalle“ in der Hafencity ankündigte, der rund 50 Mio. Euro kosten sollte. Die Planungsphase zog sich über mehrere Jahr hin, in dieser Zeit wuchsen die geplanten Kosten auf 114 Mio. Euro an. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Obwohl der Abschluss des Baus ursprünglich für 2010 geplant war, konnte der Konzerbetrieb schließlich erst 2017 starten. Final beliefen sich die Kosten für das Konzerthaus auf 866 Mio. Euro, wobei darin die Kosten für die 45 Luxuswohnungen, die in dem Gebäude untergebracht sind, noch nicht eingerechnet sind.

Die Elbphilharmonie ein Millionengrab? Diese Befürchtungen muss wohl niemand mehr haben, denn Hamburger wie auch Touristen haben ihre „Elphi“, wie das Konzerthaus liebevoll genannt wird, längst ins Herz geschlossen. Und das zeigen, trotz der nicht gerade geringen Ticketpreise, die ausverkauften Veranstaltungen. Ein spontaner Besuch eines Konzerts? Nahezu ausgeschlossen.

Die Elphi wurde an höchst prominenter Stelle gebaut, was zu ihrer Attraktivität beiträgt. Sie wurde auf den Grundmauern des ehemaligen Kaiserspeichers errichtet, des größten Speichers Zeit, der 1875 auf der Kaispitze zwischen Sandtorhafen und Grasbrookhafen gebaut worden war. Damit hat man von der Plaza der Elphi aus einen herrlichen Blick auf den Hafen und insbesondere die Landungsbrücken.

Hamburger Hafen
Blick von der Plaza der Elphi auf den Hamburger Hafen

Die Plaza der Elphi befindet sich auf 37 Meter Höhe, dort wo der Backsteinbau endet und die Glasfassade beginnt. Um Zutritt zu bekommen, wird ein Plaza-Ticket benötigt. Einzelpersonen und Kleingruppen bis sechs Personen können dies an einem der Ticketschalter direkt am Eingang der Elphi erhalten. Unter der Woche und außerhalb von Ferienzeiten gibt es meist keine langen Wartezeiten an den Schaltern. Wer zu lange Wartezeiten befürchtet, kann sein Plaza-Ticket auch online buchen. Allerdings fällt dann eine Buchungsgebühr von 2 Euro pro Ticket an, am Schalter hingegen sind die Tickets kostenlos.

Tube
In der „Tube“ führt eine gebogene Rolltreppe nach oben.

Etwas Aufmerksamkeit sollte man übrigens auch der Rolltreppe widmen. Diese ist 82 Meter lang, leicht gebogen und führt in einer etwa zweieinhalb Minuten langen Fahrt durch die mit Glaspailletten verzierte sogenannten Tube direkt auf ein Panoramafenster im sechsten Stockwerk zu. Von dort aus geht es nochmals über eine kürzere Rolltreppe zur inneren und äußeren Plaza.

Normalerweise ist die Plaza täglich von 10 bis 23 Uhr geöffnet. bei schönem Wetter kann ich einen Besuch zum Sonnenuntergang empfehlen. Der Blick auf den Hafen ist dann wirklich einzigartig. Allerdings wissen das auch viele andere Leute, sodass es dort oben zeitweilig auch etwas eng wird.

Hamburger Hafen
Blick Richtung Landungsbrücken

Für alle, die sich länger in der Elphi aufhalten wollen, gibt es dort übrigens mehrere Restaurants, ein Selbstbedienungslokal auf der Plaza sowie einen Shop, der vor allem Souvenirs rund um die Elphi und von Hamburg anbietet.

Ein witziges Detail: Wer hat sich nicht schon mal gefragt, wie die riesige Glasfassade der Elphi sauber gehalten wird? Dieser Aufgabe widmen sich professionelle Industriekletterer. Sie reinigen die Elphi dreimal im Jahr und jeder Putzvorgang benötig eine Zeit von drei Wochen. Die Kosten: Jeder Putzdurchgang verschlingt ungefährt 50.000 Euro an Personal- und 2.000 Euro an Materialkosten.

Hamburger Hafen
Blick über den Hamburger Hafen

 

 

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