München hat Dutzende von Kirchen, die in unterschiedlichsten Epochen und Stilrichtungen erbaut sind. Viele davon sind wirklich sehenwert. Aber die Liste der Kirchen, die wirklich jeder kennt, ist vergleichsweise kurz: Liebfrauendom, Alter Peter, Theatinerkirche. An der Ludwigskirche sind viele schon vorbeigefahren und auch die Mathäuskirche kennen viele von außen, aber danach wird es schon dünn. Bei mir bis vor einige Zeit auch. Bis ich mir vorgenommen habe, die Münchner Kirchenlandschaft etwas besser kennenzulernen. Deshalb möchte ich euch zwölf Kirchen vorstellen, die du dir – sofern noch nicht geschehen – mal ansehen solltet.
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Dom zu unserer Lieben Frau, Altstadt
Alte Sendlinger Kirche, Sendling
Dom zu unserer Lieben Frau, Altstadt
Der Dom, der auch einfach als Frauenkirche bezeichnet wird, ist Sitz des Erzbischofs der Diözese München und Freising und zugleich auch Pfarrkirche. Er gehört mit seinen zwei Türmen zu den wichtigsten Wahrzeichen der Stadt München. Damit die markante Silhouette der Stadt, die insbesondere von den beiden knapp 99 Meter hohen Türme geprägt wird, erhalten bleibt, dürfen innerhalb des Mittleren Rings von München keine Gebäude mit mehr als 100 Metern Höhe errichtet werden. Auch außerhalb des Rings dürfen durch einen Bürgerentscheid von 2004 bis auf weiteres keine höheren Gebäude mehr errichtet werden.
Der heutige Dom wurde zwischen 1468 und 1488 errichtet und steht auf den Mauerresten der ersten Frauenkirche, die bereits um 1271 an dieser Stelle errichtet wurde. Die nur 20-jährige Bauzeit war bei der Größe der Kirche eine absolute Meisterleistung für die damalige Zeit. Vor allem, wenn man im Vergleich dazu bedenkt, dass beispielsweise am Kölner Dom rund 500 Jahre gebaut wurde. Die spätgotische Frauenkirche wurde als Ziegelbau errichtet, weil es in der Umgebung keine Steinbrüche gab, und somit ein Hausteinbau extrem teuer gewesen wäre. Allerdings ging das Geld das aus Stiftungen und aus dem Verkauf von Grund hervorging, 1479 dennoch zur Neige. Deshalb gewährte Papst Sixtus IV. all jenen einen vollständigen Ablass, die zwischen 1480 und 1482 nach München pilgerten und dort einen Wochenlohn für den Kirchenbau spendeten. Die Hauben kamen übrigens erst 1525 auf die beiden Türme. Zuvor waren dort oben Kanonen installiert worden, um München während des Landshuter Erbfolgekrieges zu verteidigen.
Interessant ist sicherlich ein riesiger Fußabdruck im Fußboden im Eingangsbereich. Er wird durch eine Sage erklät, die mit dem Bau der Kirche zusammenhängt. Der Teufel soll dem Baumeister erschienen sein und ihm gesagt haben, dass er den Bau einer solch großen Kirche nicht zulassen werde. Daraufhin hatte der Baumeister angefangen mit dem Teufel zu verhandeln und mit ihm einen Pack geschlossen: Die Kirche sollte ohne Fenster erbaut werden. Immer wieder erschien der Teufel an der gleichen Stelle und beobachtete den Kirchenbau. dabei freute er sich tierisch, denn er konnte kein einziges Fenster ausmachen. Als der Kirchenbau schließlich abgeschlossen war, erschien der Teufel wieder. Und musste sich wundern, denn tatsächlich war die Kirche, auch wenn er kein Fenster sehen konnte, dennoch nciht stockfinster. Das ließ ihn misstrauich werden. Er wollte das Phänomen näher untersuchen – und musste feststellen, dass er genarrt worden war. Als er einen Schritt nach vorne trat, wurden die Fenster sichtbar, die vorher von den Säulen verdeckt gewesen waren. Aus Wut stampfte er auf – was heute noch als Fußabdruck sichtbar ist – und verschwand zurück in die Hölle. Tatsächlich ist von der Position des teufelsabdrucks aus keines der seitlichen Fenster zu sehen. Diese werden komplett von den Säulen verdeckt. Auch die Fenster im Chor waren zu früheren Zeiten von dort aus nicht zu sehen, da ssie durch den sogenannte Bennobogen, eine Art Triumphbogen im Kirchenschiff, der heute nciht mehr existiert, verdeckt wurde.
Die Frauenkirche ist in der Tat ein monumentaler Bau. es handelt sich einen der drei größten Backsteinbauten nördlich der Alpen. In der Kirche finden 20.000 stehende Personen Platz. Obwohl die Kirche außen wie innen erst einmal eher schlicht wirkt, ist sie definitiv mehr als nur einen genaueren Blick wert. Man bekommt schon das Gefühl, recht klein zu sein, wenn man inmitten des Kirchenschiffs steht und sich umsieht. Die Fenster, die der Teufel nicht gesehen hatte, sollte man sich auf jeden Fall genauer ansehen, denn es handelt sich um herrliche Buntglasfenster. Außerdem sind die Seitenaltäre, die es auch hinter dem Hauptaltar gibt, um den man komplett herumgehen kann, höchst individuell und interessant gestaltet. Den Zugang zur Gruft mit Grablege der Wittelsbach findet man übrigens auch genau hinter dem Hauptaltar.
Der Dom ist von Montag bis Samstag von 8 bis 17 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 9:30 bis 17 Uhr geöffnet und kann außerhalb der Gottesdienste besichtigt werden.
Website des Doms
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Theatinerkirche, Altstadt

Die Theatinerkirche gehört zum Stadtbild Münchens wie das rathaus, der Marienplatz oder der Stachus. Dennoch sind es eher die Touristen und weniger die Münchner die die am Odeonsplatz gelegene Kirche besuchen. Über viele Jahre wurde unter anderem die Außenfassade renoviert, und diese ertrahlt nun wieder in ihrem typischen Gelb. Doch wirklich sehenswert ist das Innere der Kirche, die eine gewaltige Höhe hat und mit weißem Stuck ausgestaltet ist. Beides trägt dazu bei, dass die Kirche eine unwahrscheinliche Ruhe vermittelt.
Vielleicht fragst du dich, woher der Name der Kirche kommt, denn einen Heiligen Theatinus gibt es sicherlich nicht. Eigentlich ist die Kirche den Heiligen Kajetan und Adelheid geweiht. Sie wurde aber als Hof- und Stiftskirche des Theatinerordens gegründet. Dieser wiederum erhielt seinen Namen vom Bischofssitz eines seiner Gründer, der Stadt Theate, die in Italien liegt und heute Chieti heißt. Man wundert sich vielleicht, wie ein Bettelorden zu solch einer prachtvollen Kirche kommt. Doch diese wurde von Kurfürstin Henriette Adelaide aus Dankbarkeit für die Geburt Ihres ersten Sohnes Max Emanuel gestiftet, und sie soll die Einwände der Mönche mit den folgenden Worten beiseite geschoben haben: „Man muß stets bedenken, wer diese Kirche baute und aus welchem Grund sie gebaut wurde.“
Die Theatinerkirche wurde als erste Kirche in Bayern im Stil des italienischen Hochbarock errichtet. Grundsteinlegung war 1663, geweiht wurde die Kirche 1675, wobei der Bau zu dieser Zeit noch nicht vollständig abgeschlossen war. Nachdem es nämlich lange Diskussionen um die Gestaltung der Außenfassade gab, wurde diese erst rund 100 Jahre nach der Weihe der Kirche im Stil des Rokoko fertiggestellt.
Das Hauptschiff der Theatinerkirche hat eine Länge von über 72 Metern und eine Breite von mehr als 15 Metern. Es ist knapp 29 Meter hoch. Die Kuppel hat einen Durchmesser von knapp 18 Metern und eine Höhe von 70 Metern. damit überragt sie die beiden an der Frontseite befindlichen Türme, die rund 65 Meter hoch sind.
Die Theatinerkirche wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und zwischen 1946 und 1955 wiederaufgebaut. Allerdings entspricht die Innenausstattung nicht mehr überall dem original. So wurde beispielsweise der Hochalter zerstört, der Tabernakel dort stammt von einem der Seitenaltäre, die erhalten geblieben sind. Sehr gut erhalten blieb dagegen der Marienaltar im nördlichen Querschiff.
Zwei Dinge fallen in der Theatinerkirche auch noch auf. Das eine ist die gewältige hölzerner Kanzel, die aus Eichenholz gefertig ist. Sie hebt sich durch fast schwarz wirkende Holz sehr stark von den hellen Säulen ab. Das zweite ist die Orgel – die man beim Blick vom Altar Richtung Hauptportal über diesem vermisst. Tatsächlich verfügt die Kirche sogar über drei Orgeln. Die Hauptorgel von 1960 befindet sich hinter dem Hochaltar im Chorraum, am Hochaltar sind einige Pfeifen sichtbar. Eine kleinere Orgel von 1950 ist in einer Loge gegenüber der Kanzel untergebracht. Und schließlich verfügt die Kirche außerdem noch über eine Truhenorgel von 2018.
Als Hofkirche verfügt die Theatinerkirche auch über eine Fürstengruft und ist neben dem Münchner Dom und der Michaelskirche eine der wichtigsten Grablegen der Wittelsbacher. Derzeit ruhen dort 47 Mitglieder der Fürstenfamilie.
Die Theatinerkirche ist eine katholische Kirche, die heute vom Dominikanerorden betreut wird. Sie ist täglich geöffnet und kann außerhalb der Gottesdienste besichtigt werden.
Website der Gemeinde
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St. Peter, Altstadt

Steht man auf dem Marienplatz, dann muss das Glockenläuten, das man dort hören kann, nicht unbedingt vom Dom kommen. In unmittelbarer Nähe gibt es noch drei weitere Kirchen und zumindest einer von ihnen sollte man auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Ich meine damit St. Peter. Den „Alten Peter“ kennen wohl alle Münchner und von ihm dürften auch die meisten München-Besucher schon gehört haben. Dabei meinen die einen damit die Kirche auf dem Petersbergl – der eigentlich ja nur ein „Hügeleinchen“ ist – andere bezeichnen mit diesem Namen nur den Turm der Kirche. Auf jeden Fall sollte man Kirche und Turm einmal besucht haben.
St. Peter ist die älteste erwähnte Pfarrkirche Münchens. Der Kirchenbau, der ursprünglich eine dreischiffige romanische Basilika war, wurde schon vor 1180 in Aufzeichnungen erwähnt. Der heutige gotische „Neubau“ entstand zwischen 1278 und 1294. Nach einem Brand im Jahr 1327, der teilweise auch die Kirche zerstörte, nutze man den Wiederaufbau, um St. Peter um die Nischen mit den Seitenaltären zu erweitern. Im 15. Jahrhundert war die Kirche außerdem von einem Friedhof umgeben, davon ist heute allerdings nichts mehr sichtbar. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Innenraum von St. Peter mehrfach umgestaltet, sodass er heute nicht mehr die urspünglich gotische Optik aufweist, sondern vielmehr dem Spätbarock entspricht.
Nicht nur St. Peter selbst zeichnet sich durch sein Alter aus. Auch vier der insgesamt acht Glocken im Turm zählen zu Münchens ältesten Glocken. Die älteste und zugleich kleinste Glocke ist die Provisurglocke. Sie wurde kurz nach dem Stadtbrand gegossen und wurde immer dann geläutet, wenn der Priester zu Sterbenden ging oder wenn es auf dem Marienplatz Hinrichtungen gab.
Um St. Peter ranken sich einige interessante Geschichten und Sagen. Beispielsweise findet sich an der Außenmauer der Apsis (vom Viktualienmarkt aus gesehen an der rechten Seite) an einer der Einfassungen der großen Rundbogenfenster eine Kugel. Es handelt sich tatsächlich um eine kleine Kanonenkugel. Allerdings hat diese nciht dort eingeschlagen und ist steckengeblieben. Vielmehr wurde sie zur Erinnerung dort eingemauert. Während der Koalitionskriege (1792-1815) wurde München von österreichischen Truppen belagert. Die Österreicher feuerten vom Gasteig auf die Altstadt herunter. Dabei durchbrach die Kanoenkugel während eines Gottesdienstes eines der Apsisfenster. Während die Gemeinde verschreckt das Weite suchte, so heißt es, habe der Priester, der festgestellt hatte, dass niemand verletzt war, in aller Seelenruhe den Gottesdienst zu Ende gefeiert.
Eine weitere Besonderheit findet sich auf dem insgesamt 91 Meter hohen Turm. Normalerweise werden Turmkreuze grundsätzlich nach Westen ausgerichtet. Doch das Kreuz auf dem Turm von St. Peter ist um etwa 90 Grad gedreht. Der Sage nach hatte hier der Teufel die – oder besser gesagt den Fuß – im Spiel. Nachdem der Teufel schon beim Bau des Münchner Doms ausgetrickst worden war, soll er versucht haben, mit einer Horde an Dämonen die Peterskirche zu stürmen. Doch der tapfere Turmwächter konnte ihm standhalten und ihn mit einem Holzkreuz, das über seinem Bett hing, abwehren. Daraufhin wurde der Teufel so wütenden, dass er dem Turmkreuz einen kräftigen Tritt verpasste, worauf es sich um 90 Grad drehte. So viel zur Sage. Doch es gibt tatsächlich eine Ursache, weshalb das Kreuz nicht (mehr) nach Westen ausgerichtet ist. Über die Münchner Altstadt fegen häufig kräftige Westwinde hinweg. Diese hatten im Lauf der Jahrhunderte das 4 Meter hohe Kreuz um 45 cm verbogen, sodass es drohte, auf das Mittelschiff der Kirche zu stürzen. Deshalb ordnete König Ludwig II. bei einer Renovierung der Kirche an, das Kreuz quer zur Windrichtung aufzustellen, damit keine weitere Gefahr besteht.
Eine weitere Besonderheit von St. Peter ist eigentlich weithin sichtbar – und fällt doch kaum jemandem auf: Am Turm sind insgesamt acht Uhren angebracht. Karl Valentin soll schon einmal nach dem grund gefragt worden sein und darauf geantwortet haben: „Ja mei, damit acht Leute gleichzeitig auf die Uhr schauen können.“ Der tatsächliche grund liegt darin, dass die Uhr im Turm selbst bereits aus dem Jahr 1381 stammt, die Sptze des Turms aber deutlich später aufgesetzt wurde, nämlich um 1620. Der Turm, der sich an sich schon dorch eine eigenartige rechteckige Form auszeichnet, bekam damals seine eigenso eigenwürdige Kuppel. Und um diese entsprechend zu schmücken, wurde ein zweites Uhrwerk mit weiteren vier Zifferblättern installiert.
Gerade wegen seines Turms gehört der Alte Peter auch zu den Highlight der Münchner Innenstadt. Der Turm kann nämlich bestiegen werden. Vom Rundgang um die Kuppel aus hat man einen herrlichen Blick über die gesamte Stadt und bei passendem Wetter sogar bis zu den Alpen. Allerdings warne ich ein bisschen vor dem Aufstieg. Es müssen 306 Stufen bewältigt werden und die Treppe ist extrem eng. Außerdem hat man laufend mit „Gegenverkehr“ zu rechnen, da der Turm ein beliebtes Ziel ist. Dennoch sollte man die Aussicht von dort oben zumindest einmal gesehen haben.
Noch ein paar Worte zum Inneren von St. Peter, denn das sollte man auf jeden Fall auch gesehen haben. Beeindruckend ist der barocke Hochalter, der sofort die Blicke fesselt. In seinem Zentrum befindet sich eine Petrusfigur, das einzige Überbleibsel des urspünglich gotischen Hochaltars. Auch die Seitenaltäre sind im Stil des Barock gestaltet – mit einer Ausnahme: An der linken Kirchenseite findet sich ein gotischer Altar aus Sandstein. Dieser wurde erst bei einer Renovierung im Jahr 1844 wiederentdeckt und in der Kirche erneut aufgestellt.
Website der Gemeinde
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Asamkirche, Altstadt

Obwohl die Brüder Asam weithin als Architekten, Bildhauer, Stuckateure und Maler und in dieser Hinsicht als wichtigste Vertreter des deutschen Spätbarock bekannt sind, gehen viele Münchner täglich an einem Kleinod der beiden Künstler vorüber, ohne es groß zu beachten. Mitten in der Sendlinger Straße zwischen zahllosen Läden und Lokalen findet sich die Asamkirche, eigentlich St. Johann Nepomuk, doch in dem geschäftgen Treiben geht sie oftmals unter. Obwohl die relativ schmale Straßenfassade prunkvoll geschmückt ist, wird die Kirche zeitweise einfach überschaut, was vermutlich daran liegt, dass die meisten Passanten ihren Blick nicht nach oben wenden.

Für mich vereint die Kirche zwei Aspekte miteinander: Staunen und Ruhe. Der ein oder andere mag, wenn er die kleine Asamkirche betritt, schon mal seine Kinnlade vom Boden aufsammeln, denn das, was ihn dort erwartet, würde man wohl eher in einem prunkvollen Schloss vermuten. Tatsächlich ist die barocke Kirche aber von den Brüdern Cosmas Damian Asam und Egid Quirin Asam als Privatkirche und völlig ohne Auftrag errichtet worden. ursprünglich hatten die Brüder Asam nur daran gedacht, eine kleine Hauskapelle zu errichten, doch als es Egid Quirin Asam zwischen 1729 und 1733 gelang, mehrere an sein Wohnhaus angrenzende Grundstücke zu kaufen, wuchs die Idee schnell zu einer ausgewachsenen Kirche heran. 1733 erfolgte die Grundsteinlegung und 1746 wurde der noch nciht ganz vollendete Kirchenbau geweiht.
Tatsächlich war der Bau zur damaligen Zeit von der Münchner Bevölkerung und der Katholischen Kirche gar nciht gern gesehen, eben weil es sich um einen Privatbau handelte. Die Kirche sollte allein zur Ehre Gottes errichtet werden und sozusagen das Seelenheil der Brüder Asam absichern. Die Genehmigung für ihren Bau erhielten sie erst, nachdem sie zusicherten, dass die Kirche allen Gläubigen offenstehen würde. Einen besonderen Clou hat Egid Quirin Asam sich dann aber doch gegönnt: Von seinem Schlafzimmerfenster aus, hatte er einen direkten Blick auf den Hochaltar.
Die prunkvolle barocke Ausstattung des kleinen Kirchenraumes – die Asamkirche misst nur 22 x 8 Meter – ist wahrlich überwältigend. es handelt sich um eine absolut stimmige Gesamtkomposition aus Architektur, Malerei und Plastik. Geschickt angelegt ist die indirekte Beleuchtung: von der Mitte des Kirchenschiffes aus sind die Fenster nicht zu sehen. Außerdem folgt die Gestaltung einer klaren farbkomposition. Im unteren Bereich ist die Kirche relativ dunkel gehalten – hier wird das Leid der Welt symbolisiert -, nach oben hin – Richtung Gott – wird sie immer lichter.
Einem aufmerksamen Besucher fallen vielleicht ein paar Besonderheiten in der Kirche auf. So ist sie nciht wie üblich nach Osten, sondern nach Westen ausgerichtet. Außerdem hängt das Kreuz gegenüber der Kanzel tiefer als diese, was früher nciht üblich war. Der Prediger sollte eigentlich zum Kreuz aufsehen. Es handelt sich dabei um Freiheiten, welche sich die Brüder Asam herausnehmen konnten, weil es sich eben um einen Privatbau handelte. Außerdem stechen die zahlreichen beichtstüchle ind er doch recht kleinen Kirche ins Auge. es gibt insgesamt sieben. Die Kirche war von ihren Erbauern als Beichtkirche für die Jugend konzipiert worden.
ich kann einen Besuch der Asamkirche nur empfehlen. Sie ist nciht nur ein Wunderwerk des Barock, sondern auch ein herrlicher Ort der Ruhe. Sobald sich die Kirchentüren hinter einem schließen, wird die hektische Alltagswelt komplett ausgeblendet. Auch die schönen kurzen Abendgottesdienste laden ein zum Krafttanken.
Die Asamkirche ist eine Filialkirche der katholischen Kirche St. Peter. Sie ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet und kann außerhalb der Gottesdienstzeiten besichtigt werden.
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St. Ludwig, Maxvorstadt

Sie gehört sicherlich zu bekanntesten kirchen Münchens: die Ludwigskirche an der Ludwigsstraße. Studenten pilgern an ihr vorüber, wer die Ludwigsstraße entlangfährt, hat sie im Blick und viele kommen auf dem Weg in den Englischen Garten an ihr vorbei. Doch leider nehmen sich die wenigsten Zeit dafür, dieses Juwel auch von Innen zu bestaunen.
König Ludwig I. initiierte den Monumantalbau an der Ludwigsstraße, den er als Beitrag seiner Prunktstraße dort sehen wollte, und stellte durch einen Zuschuss von 100.000 Gulden aus seiner Privatschatulle, dass Freidrich von Gärtner als Architekt ausgewählt wurde. Die Kirche wurde dort realisiert, obwohl der Münchner Magistrat ursprünglich dagegen war und die Kirche lieber in einem Wohngebiet sehen wollte. Doch Ludwig I. droht mit einer Verlegung der Universität und des Residenzsitzes – und der Magristat gab daraufhin nach. Die Grundsteinlegung für die Kirche erfolgt 1829, geweiht wurde sie allerdings wegen einer mehrjährigen Bauunterbrechung erst 1844.
Die Innengestaltung der Kirche wurde bis zum Zweiten Weltkrieg immer wieder verändert. Im Krieg wurde St. Ludwig schwer beschädigt. Die Wiederaufbau erfolgte erst 1954. Dabei wurden die Veränderungen, die insbesondere bei einer Renovierung 1903/04 vorgenommen worden waren, wieder zurückgenommen und die ursprüngliche Gestaltung der Kirche wieder herausgearbeitet.
Die Ludwigskirche ist im Stil einer dreischiffigen byzantinischen basilika angelegt. Es handelt sich bei ihr um den ersten Monumantalbau im Rundbogenstil. Was sofort beim Betreten der Kirche auffällt, ist das Altarfresko. Es handelt sich um das zweitgrößte Altarfresko weltweit. Wie die anderen Fresken in der Kirche wurde es von Peter von Cornelius geschaffen. Man sollte sich auf jeden Fall Zeit nehmen für das beeindruckende Fresko, welches das jüngst Gericht zeigt.
Besonders schön finde ich auch die Taufkapelle. Die klare, elegante Gestaltung bringt das Taufbecken und die Taube im Deckengemälde in den Fokus.
St. Ludwig ist zugleich Parr- und Universitätskirche, außerdem wird die Kirche auch als Veranstaltungsort für Konzerte genutzt. Sie ist täglich geöffnet und kann besichtig werden.
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St. Maria, Thalkirchen

Die Wallfahrtskirche St. Maria im Stadtteil Thalkirchen wurde in mehreren Phasen errichtet. Um 1390 wurde der noch heute erhaltene Chor im Stil der Gotik gebaut. Daran schloss bereits damals ein Langhaus an, das aber im 15. Jahrhundert durch das heutige ersetzt wurde, das deutlich breiter ist als der Chor. Zwischen 1695 und 1698 wurde die Kirche in Stil des Barock umgebaut. Damit einher ging auch, dass der Turm der Kirche aufgestock wurde. Da die Kirche um 1900 für die Gemeinde zu klein wurde, erfolgt 1907/08 der Anbei eines als unregelmäßiges Sechseck gestalteten Raumes, das durch drei Bögen mit dem Langhaus verbunden ist. Auch im Innenraum wurde die Kirche mehrfach umgestaltet. So entstand der heute sichtbare Hauptaltar im Stil des Rokoko zwischen 1759 und 1769.
Die unterschiedlichen Bauphasen, die sich durch die räumliche Unterteilung auch im Innen gut nachvolziehen lassen, machen die Kirche für mich besonders interessant. Man sollte dabei immer einen Blick für die zahlreichen kleinen Details haben. Auch ein kurzer Spaziergang über den kleinen Friedhof, der die Kirche umschließt, lohnt sich.
St. Maria Thalkirchen ist im Allgemeinen wenig besucht, sodass sie eine wirkliche Oase der Ruhe darstellt. Normalerweise ist die Kirche ganztägig geöffnet und kann außerhalb der Gottesdienstzeiten besichtigt werden.
Website der Kirchengemeinde
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St. Michael, Altstadt

Diese Kirche kann man eigentlich nciht übersehen, höchsten im Trubel der Innenstadt einmal vergessen. St. Michael befindet sich mitten inder Neuhauser Straße, der wichtigsten Einkaufsmeile in München. Die Fassade der Kirche wurde erst vor Kurze renoviert und strahlt nun in frischem Weiß.
Die katholische Kirche St. Michael ist täglich zu leicht variierenden Zeiten geöffnet. Kernöffnungszeit ist von 10 bis 19 Uhr. An Sonntagen kann die Kirche sogar bis nach 22 Uhr besucht werden.
Website der Gemeinde
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St. Margaret, Sendling

St. Margaret hat für mich lange Zeit zu den Kirchen gehört, die ich schon oft gesehen, aber nie betreten hatte. Und da geht es sicher auch vielen anderen so, denn die Kirche liegt an recht prominenter Stelle: Sie befindet sich im Stadtteil Sendling an der Plinganserstraße, nicht weit vom Harras entfernt. da die Kirche etwas von der Straße zurückgesetzt ist, fällt sie zwar auf, aber ihr wirkliche Größe kann man von da aus noch gar nicht so gut einschätzen. Dabei gehört St. Margaret zu den größten Kirchen Münchens.
Die Kirche wurde im Stil des italienischen Hochbarock errichtet. Von der Kirchenfront her gesehen könnte man aufgrund der geschickten Gestaltung der Außenfassade annehmen, es handle sich um eine dreischiffige Basilika. Doch tatsächlich besitzt St. Margaret nur ein Kirchenschiff. Die beeindruckende Größe der Kirche erkennt man spätestens dann, wenn man sie betritt. Über dem 21 Meter breiten und fast 76 Meter langen Innenraum spannt sich mit einer lichten Höhe von knapp 27 Metern ein mit Kassetten ausgestaltetes Tonnengewölbe.
Besonders ins Auge sticht der Hochaltar im Stil des Rokoko. Dessen Gestaltung hat ihren Ursprung unter anderem darin, dass die Kirche an die sich während der Bauzeit (1902 bis 1913) 100 Jahre zurückliegende Errichtung des Königtums Bayern erinnern sollte. Ein Hingucker ist meiner Ansicht nach auch die Kanzel der Kirche, die nicht über den Kirchenraum, sondern nur von außen betreten werden kann.
Interessant ist auch die Baugeschichte der Kirche. Wie auch bei vielen anderen Kirchen in München wurde sie errichtet, weil die ursprüngliche Kirche der Gemeinde zu klein geworden war. Um 1900 wurde das Dorf Sendling zu einer Vorstadt von München, die stetig mehr Einwohner anlockte. Die Alte Sendlinger Kirche reichte bald nicht mehr aus. Allerdings finanzierte nciht die Katholische Kirche den bau von St. Margaret. Vielmehr gründeten drei Sendlinger Großbauern – Alois Stemmer und die beiden Landwirte Kaffler und Berger – einen Kirchenbauverein und stifteten den baugrund für die Kirche. Der Stemmerhof existiert noch heute und befindet sich nur wenige Meter von St. Margaret entfernt. Für den Bau der Kirche zahlte jeder der drei Bauern eine Summe von 100.000 Goldmark (heute ca. 1. Mio. Euro) in die Kasse des Kirchenbauvereins ein. Allerdings reichte die Summe bei weiten nicht aus. Zu Ende der Bauzeit überstiegen die Kosten die ursprünglich veranschlagte Summe um rund 80 Prozent, die ebenfalls von den drei Bauern beigebracht wurden.
St. Margaret gehört zum Pfarrverband Sendling und ist täglich von 9 bis 17 Uhr, am Sonntag auch darüber hinaus geöffnet. Die katholische Kirche kann außerhalb der Gottesdienstzeiten besichtigt werden.
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Alte Sendlinger Kirche, Sendling

Die Alte Sendlngerkirche, unweit von St. Margaret im Münchner Stadtteil Sendling zu finden, ist nicht nur eine wunderschöne barocke Dorfkirche, sondern auch ein höchst geschichtsträchtiger Ort. Denn die Kirche wurde nach der „Sendlinger Mordweihnacht“ errichtet, während der der Vorgängerbau geplündert und zerstört wurde.
Da sich das historische Geschehen in der Kirche widerspiegelt, lohnt sich hier ein kurzer Exkurs. Die Sendlinger Mordweihnacht, auch unter den Bezeichnungen Sendlinger Bauernschlacht und Sendlinger Blutweihnacht bekannt, war eine kriegerische Auseinandersetzung am 25. Dezember 1705, zwischen bayerischen Aufständischen aus dem Oberland und der Reichsarmee unter Befehl des habsburgischen Kaisers Joseph I. Bayern hatte sich zu Beginn der Spanischen Erbfolge Kriege auf die Seite Spaniens, nciht Österreichs geschlagen. Infolgedessen ließ Laiser Joseph I. 1705 München und das bayerische Oberland besetzen. Er forderte hohe Steuern und ordnete eine Zwangsrekrutierung im Kurfürstentum an. Dagegen revoltierte bald vor allem die Landbevölkerung, die diese Maßnahmen besonders hart trafen. Der Aufstand erreiche Weihnachten 1705 seinen Höhepunkt. Am 21. Dezember versammelten sich mehr als 2.700 Mann Fußvolk und rund 300 Reiter mit völlig unzureichender Ausrüstung beim Kloster Schäftlarn und marschierten am Heilig Abend nach München. Die Münchner Bürgerwehr hatte ihre Unterstützung zugesagt, doch die österreichischen Besatzer hatten ihre truppen verstärkt, weshalb die Münchner die Aktion abblasen musste. Dennoch zogen die Aufständischen weiter und erreichten gegen Mitternacht Sendling. Zur gleichen Zeit zogen 16.000 Mann Unterländer (Oberpfalz und Niederbayern) auf München zu, wurden jedoch bei Zorneding von den Besatzern aufgehalten. Noch in der Nachr begann der Angeriff auf das belagerte München, doch bis zum Morgengrauen wurden die Aufständischen stark dezimiert und nach Sendling zurückgetrieben. Die Oberländer ergaben sich dort schließlich den österreichischen truppen, doch diese gewährten nur scheinbar Pardon und metzelten schließlich alle Aufständischen nieder. Einige Überlebende flüchteten sich auf den Friedhof der Sendlinger Kirche, in der Hoffnung, dass die kaiserlichen truppen sie an Weihnachten dort nicht angreifen würden. Doch die Besatzer töten alle und plünderten und zerstörten dabei auch die Sendlinger Kirche. Als einer der letzten Aufständischen soll dort auch der Schmied von Kochel, dessen tatsächliche Existenz bis heute nicht nachgewiesen werden konnte, gefallen sein. Rund 1.000 Aufständische kamen in dieser Nacht in sendling um, während die Verluste aufseiten der kaiserlichen Truppen sich nur auf rund 40 Mann beliefen.
Nach der Zerstörung der Kirche wurde zwischen 1711 und 1713 die heutige Alte Sendlinger Kirche auf und aus den Überresten des Vorgängerbaus errichtet. Die Alte Sendlinger Kirche ist der heiligen Margareta von Antiochia geweiht, die am Hochaltar dargestellt ist. Die beiden seitlich des Gemäldes zu sehenden Figuren zeigen die Heiligen Johannes und Georg. Eingearbeitet in das linke fenster in der Apsis findet sich ein Glasgemälde, das einzige Überbleibsel der Glasfenster des gotischen Vorgängerbaus. Das Gemälde ist mit 1493 datiert.
Bei einem Besuch der Kirche sollte man auch rundherum über den Friedhof spazieren. hier liegen in Massengräbern rund 800 Opfer der Sendlinger Mordweihnacht begraben. Außerdem erinnert über dem der Lindwurmstraße zugewandten seitlichen Portal unter einem Satteldach ein Fresko von 1830 an das grausame Ereignis. Es zeigt die älteste bekannte Darstellung des Schmieds von Kochel.
Die Alte Sendlinger Kirche ist eine katholische Kirche und gehöt zum Pfarrverband Sendling. Sie ist täglich geöffnet und kann besichtigt werden.
Website des Pfarrverbands
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St. Joseph, Maxvorstadt

Direkt an der U-Bahn-Station Josephsplatz im Stadtteil Maxvorstadt befindet sich die Kirche St. Joseph. Wie eine ganze Reihe anderer Kirchen wurde St. Joseph um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert erbaut, als München und damit auch die katholischen Kirchengemeinden stetig anwuchsen. Grundsteinlegung war im Jahr 1998, Weihe 1902. Bis 1913 wurde St. Joseph als Filialkirche der benachbarten Gemeinde St. Ludwig geführt, bevor eine eigenständige Pfarrei gegründet wurde. Wie stark die Gemeinden wuchsen lässt sich auch an der beeindruckenden Größe der Kirche erkennen. Diese ist 79 Meter lang, 31 Meter breit und in ihrem Inneren 24 Meter hoch. Der Turm hat eine Höhe von 63 Metern.
Die Lage von St. Joseph direkt am Josephsplatz ist wunderschön und der Platz gewährt einen sehr guten Blick auf die Kirchenfront, die mit ihrem dreibogigen Portikus an die frühbarocke Fassade des Salzburger Doms erinnern soll. Die Josephskirche wurde im Stil des Neobarock errichtet, die Fassade wurde allerdings nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg in vereinfachter Form wieder aufgebaut. Auch die Innenausstattung wurde bei einem Bombenangriff zerstört und ist nicht mehr erhalten.
Mir gefällt die Schlichtheit der Kirche, die Weite, die sie damit vermittelt. Dazu trägt auch das imposante Tonnengewölbe bei. Besonders ansprechend finde ich auch das Altarbild, das seit dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg den zerstörten Barockaltar ersetzt. Es findet sein Pendant in dem Bildtafeln an der Orgelempore. Die Bilder erinnern mich stark an gotische Gemälde und stehen im Kontrast zu der an den Barock erinnernden Kirchengestaltung.
St. Joseph ist eine katholische Kirche und täglich geöffnet. Die Kirche kann außerhalb der Gottesdienstzeiten besichtigt werden.
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Himmelfahrtskirche, Sendling

Was man der evangelischen Himmelfahrtskirche nicht ansieht: Sie hat trotz ihres geringen Alters bereits eine bewegte Geschichte hinter sich. Der Vorgängerbau der heutigen Kirche war ursprünglich ein „Vergnügungsetablissement“, eine Großgaststätte, die zugleich als Bierhalle, Versammlungsort, Theater oder Oper genutzt wurde. 1917, also kurz nach dem ersten Weltkrieg erwarb die evangelische Gemeinde, die sich bis dahin in einem benachbarten Betsaal getroffen hatte, das Gebäude und baute es zu einer dreischiffigen Kirche um, der Glockenturm wurde 1919/20 angebaut.
Allerdings richtete ein Luftangriff im zweiten Weltkrieg großen Schaden an der jungen Kirche an und zerstörte sie fast vollständig. Bereits kurz nach dem Krieg, genannen die Gemeindemitglieder die Reste der Grundmauern vom Schutt zu befreien, doch erst zwischen 1950 und 1953 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Dabei wurden die Grundmauerreste, die stehen geblieben waren, in das heutige Gebäude einbezogen, sodass dieses ähnliche Proportionen hat wie der Vorgängerbau. Der neue Kirchenturm wurde schließlich erst 1963/64 errichtet.
Das Äußere der Kirche weist schon darauf hin, dass die Gestaltung im Inneren modern und schlicht ist. Und trotzdem wurde ich überrascht, als ich die Himmelfahrtskirche zum ersten Mal betreten habe. Ungewohnt, aber dennoch völlig stimmig ist nämlich die Anordnung der Sitzbänke, des Altars, des Lesepults und des Taufbeckens. Man vermisst den Altarraum, der normalerweise dem Haupteingang der Kirche gegenüber liegt. Dort befindet sich stattdessen eine große Orgel. Die Altarinsel mit Lesepult und vorgelagertem Taufbecken befindet sich dagegen in der Mitte der Kirche, die Sitzbänke sind in einem Oval ringsum angeordnet. Diese Anordnung gibt es erst seit 1993. Sie zielt darauf ab, dass Taufe, Wortgottesdienst und Abendmahl direkt mitten in der Gemeinde statt vor ihr stattfinden. Ich halte das für ein sehr schönes Konzept, das auch in manchen modernen katholischen Kirchen schon umgesetzt wurde. Und gerade wegen dieser stimmigen Innenraumgestaltung kann ich nur zu einem Besuch der Himmelfahrtskirche raten.
Die Himmelfahrtskirche im Stadtteil Sendling ist täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet und kann außerhalb der Gottesdienstzeiten besichtigt werden.
Website der Gemeinde
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St. Achaz, Mittersendling

Im Stadtteil Mittersendling findet sich die kleine katholische Kirche St. Achaz. Die Kirche mutet mit ihrer teilweise sehr einfachen Ausstattung älter an, als sie wirklich ist. Tatsächlich wurde der heutige Kirchenbau erst 1927/28 errichtet. Er geht allerdings in seiner äußeren Gestaltung auf einen barocken Vorgängerbau zurück, der ab 1923 zu klein geworden war für die stetig wachsende Gemeinde.
Was die Kirche dann doch alt wirken lässt und ihr etwas Besonders gibt, das ist die Innenausstattung, die großteils älter ist als das Gemäuer selbst. So stammen die Altäre aus dem barocken Vorgängerbau, ebenso wie das Eisengitter am Eingang und zwei Heiligenfiguren, die neben dem Hochaltar stehen. Zwei weitere, gotische Figuren stammen ursprünglich aus dem Kloster Schäftlarn.
Auch die Orgelempore und die Orgel selbst wirken älter, als sie sind. Die Bilder der Apostel, welche die Empore schmücken, stammen auch aus der ehemaligen Barockkirche. Die Orgel selbst ist ein Neubau und durfte 1995 zum ersten Mal in St. Achaz erklingen.
Einen Blick wert ist auch die Decke der Kirche. Es handelt sich um ein hölzernes Tonnengewölbe. Auch dies trägt dazu bei, dass man die Kirche für älter halten würde, als sie tatsächlich ist.
Die Kirche St. Achaz gehört mit der Nachbargemeinde St. Thomas Morus zum Pfarrverband Mittersendling. Die Kirche ist täglich geöffnet und kann außerhalb der Gottesdienstzeiten besichtig werden.
Website des Pfarrverbands
www.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-mittersendling
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